FASZIENMASSAGE UND DIE WELT DER „FASZINIERENDEN“ FASZIEN

Faszien gehören zweifelsohne zu den „faszinierenden“ Bestandteilen unseres Körpers. Aus Kollagenen, Elastan und Wasser bestehend, umhĂŒllen sie die Muskeln und Organe in unserem Körper und fungieren gleichsam als Bindeglied zwischen den Knochen und der Muskulatur. Die Einheit sĂ€mtlicher Faszien bildet ein sogenanntes „Bindegewebsnetzwerk“ oder „Faszienskelett“, welches den gesamten menschlichen Körper durchzieht.

So ist es wenig verwunderlich, dass Ă€ußere und innere EinflĂŒsse wie Schlafmangel, negativer Stress oder ungesunde ErnĂ€hrung, die ihrerseits biochemische Prozesse im Körper hervorrufen, schnell negative Auswirkungen auf besagtes Faszienskelett haben können. Dabei wird das Binde- bzw. Fasziengewebe, das als Zwischenspeicher von ĂŒberflĂŒssigen Stoffen im Körper dient, sozusagen â€žĂŒberladen“. Dies Ă€ußert sich oftmals mit tiefsitzenden Schmerzen an unterschiedlichen Körperstellen, etwa im RĂŒcken im Bereich der thorakolumbalen Faszie. Durch gezielte punktuelle Druckmassagen und gezielte fasziale osteopathische Korrekturen wird das betroffene Bindegewebe sozusagen „entladen“ und ein Übergreifen auf innere Organe verhindert.

In der SOKAI – Praxis fĂŒr Osteopathie, Physiotherapie & Massage kommt hierbei vor allem die Faszienmassage zum Einsatz, deren Tiefenwirkung und punktuelle Gewebestimulation weit ĂŒber die einer herkömmlichen Massage, die ihrerseits meist auf einzelne Muskelgruppen zielt, hinausgeht. Die Faszienmassage ist eine manuelle Behandlungsform, die beanspruchtes Gewebe auch in der Tiefe liegend gezielt behandelt. Unsere SOKAI Masseurinnen und Masseure streichen mit der Daumen-zu-Daumen-Technik die Faszien im LĂ€ngsverlauf aus, um so die vorhandenen VerhĂ€rtungen und Verdichtungen im Faszienskelett zu lösen bzw. zu “entdichten”. Durch die gezielte Anregung der kollagenen Gewebestrukturen wird die Durchblutung angeregt und die NĂ€hrstoffverteilung innerhalb des verklebten Gewebes verbessert.

Vorteile der SOKAI Faszienmassage versus sogenannter Faszien-Tools

Einigen Faszienforschern ist es inzwischen gelungen, schadhafte Faszien im Ultraschall (Sono-Elastografie) sichtbar zu machen und unter dem Elektronenmikroskop das „faszinierende“ Spiel der Faszien zu beobachten – auch wie es sich unter therapeutischen Einfluss verhĂ€lt. Sobald ein Therapeut Hand anlegt, wird dabei deutlich sichtbar wie ein verklebtes Fasziengewebe – was als verknotetes und verdichtetes KnĂ€uel angezeigt wird – sich StĂŒck fĂŒr StĂŒck wieder normalisiert. Die SOKAI Faszienmassage ist hierbei eine besonders gut geeignete Methode und sollte zunĂ€chst drei Mal ĂĄ 30 Minuten ĂŒber einen Zeitraum von drei Wochen angewendet werden.

Herkömmliche Faszien-Tools wie etwa Rollen, BĂ€lle oder sogenannte Massage-Pistolen, die in Eigenregie angewendet werden, bestehen meist aus starrem Material und können bei falscher Dosierung BlutergĂŒsse und GewebeschĂ€den hervorrufen. Der Vorteil einer Faszienmassage hingegen liegt auf der Hand: Sie wirkt mechanisch auf die Faszien ein, wobei die Problemstellen und Verdichtungspunkte hĂ€ndisch ertastet sowie gezielt und einfĂŒhlsam behandelt werden. Die Schmerzpunkte werden prĂ€zise lokalisiert und die DruckintensitĂ€t bzw. die Tiefe der Behandlung wird individuell durch die SOKAI Masseurin bzw. durch den SOKAI Masseur angepasst. Bei SOKAI können Sie Faszienmassagen bzw. eine myofasziale osteopathische Behandlung mit oder ohne Vorlage eines Ă€rztlichen Rezepts buchen. Ein negativer Corona-Schnell-Test ist vor Erscheinen in unserer Praxis nicht notwendig. Freie Termine sind online einsehbar, oder vereinbaren Sie einfach Ihren Wunsch-Termin bei der SOKAI Hotline unter 0177 – 7669480!

OSTEOPATHIE – ALTERNATIVE HEILMETHODE ODER SINNVOLLE ERGÄNZUNG ZUR SCHULMEDIZIN?

FĂŒr die einen ist sie lĂ€ngst die Behandlung der Wahl bei vielen Beschwerden, andere hingegen verorten sie noch immer irgendwo zwischen BachblĂŒten, Placebo-Effekt und SchĂŒĂŸler-Salzen. Die Stellung der Osteopathie ist nicht geklĂ€rt – weder im wissenschaftlichen Diskurs noch in der Wahrnehmung der Patienten. Denn nach wie vor definieren verstaubte Lexikon- und WörterbucheintrĂ€ge die Osteopathie sehr verkĂŒrzt als „Alternativmedizin“ und erwecken so den Eindruck, als stĂŒnde sie der etablierten Medizin unvereinbar gegenĂŒber und stelle konventionelle Behandlungsmethoden infrage. – Ein Irrtum

OSTEOPATHIE UND SCHULMEDIZIN ERGÄNZEN SICH

Zwar unterscheiden sich Osteopathie und konventionelle Medizin in ihren Behandlungsmethoden, fußen aber auf denselben naturwissenschaftlichen Grundlagen und humanmedizinischen Erkenntnissen. Das ermöglicht eine interdisziplinĂ€re Zusammenarbeit – Osteopathie und klassische Schulmedizin schließen einander nicht aus, sondern ergĂ€nzen sich und können so Synergieeffekte bei der Behandlung erreichen. Wo konventionelle Behandlungsmethoden keine Verbesserungen bewirken oder nur sehr langsam anschlagen, kann eine osteopathische Behandlung therapiebegleitend eingesetzt werden, um die SelbstheilungskrĂ€fte des Körpers anzuregen. Wo diese hingegen nicht ausreichen, um den Körper gesunden zu lassen (etwa bei akuten Erkrankungen, körperlichen Traumata oder seelischen Problemen), stĂ¶ĂŸt die Osteopathie an ihre Grenzen und der praktizierende Osteopath wird eine Weiterbehandlung durch einen spezialisierten Arzt empfehlen.

 

WISSENSCHAFTLICHE ANERKENNUNG DER OSTEOPATHISCHEN MEDIZIN

Die Nachfrage nach osteopathischen Behandlungen steigt bestĂ€ndig und wird, je nach Krankheitsbild, selbst von konventionellen Medizinern immer hĂ€ufiger als begleitende Therapie empfohlen. Dennoch fehlt der Osteopathie bis heute eine lĂ€nderĂŒbergreifende wissenschaftliche Anerkennung. Das verwundert umso mehr, als die Osteopathie (bes. die parietale und die viszerale Osteopathie) die an das Etikett „Wissenschaftlichkeit“ angelegten Kriterien sicher, wirksam und lehrbar in weiten Teilen erfĂŒllt: Es liegt eine relevante und wachsende Anzahl wissenschaftlicher Arbeiten und Studien vor, die therapeutische Wirksamkeit osteopathischer Behandlungen ist fĂŒr eine Reihe unterschiedlicher Erkrankungsbilder nachgewiesen und es werden (auch in Deutschland) zunehmend Bachelor- und MasterstudiengĂ€nge „Osteopathie“ an Akademien und PrivatuniversitĂ€ten (z. B. an der Hochschule Fresenius in Idstein) angeboten.

 

OSTEOPATHISCHE WISSENSCHAFTLICHE FORSCHUNG IN DEUTSCHLAND AUF DEM VORMARSCH

Die zunehmende Organisierung der osteopathischen Ausbildung auf universitĂ€rem Niveau sowie die AusĂŒbung osteopathischer Behandlungsmethoden durch immer mehr Ärzte und Heilpraktiker zeigen, dass die Osteopathie in ihrem therapeutischen Ansatz weder alternativ noch unwissenschaftlich ist. Sie ist vielmehr ein dynamisch wachsendes Arbeits- und Forschungsfeld, das auch in Deutschland immer mehr Zuspruch findet und in den letzten Jahren eine stattliche Anzahl an qualitativen klinischen Studien auf den Weg gebracht hat. Als eigenstĂ€ndiges medizinisches Fachgebiet mit einer Vielzahl an diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten sowie einer wachsenden Anerkennung durch konventionelle Mediziner ist die Osteopathie lĂ€ngst auf dem Weg, sich als integraler Bestandteil der klassischen Schulmedizin zu etablieren. Die irrefĂŒhrende Kategorisierung als „Alternativmedizin“ sollte daher endgĂŒltig gestrichen und durch die passendere Bezeichnung „KomplementĂ€rmedizin“ ersetzt werden. Es ist an der Zeit, dass Osteopathie und Schulmedizin nicht lĂ€nger als gegensĂ€tzliche Pole betrachtet werden, sondern ihre Gemeinsamkeiten und die Möglichkeit gegenseitiger ErgĂ€nzung mehr Beachtung finden.

 

OSTEOPATHIE FRANKFURT – FÜR REITER DIE STABILITÄT IM SATTEL VERBESSERN

Ob in Frankfurt oder anderswo: Erfahrene Reiter fallen nicht gleich vom Pferd, wenn es stolpert, einen Sprung zu Seite macht oder auch ruckartig den Kopf nach unten zieht.

Ein guter Reiter balanciert dies aus. Und doch können solche „Kleinigkeiten“ zu gravierenden SpĂ€tfolgen fĂŒhren, wenn durch ungleichmĂ€ĂŸige Bewegungen Blockaden in Gelenken oder Muskelverspannungen entstanden sind. Schlimmeres passiert beim Sturz eines Reiters. Hier wird der Körper – oft der des Pferdes und des Reiters – starken KrĂ€ften ausgesetzt, die zu einschneidenden  LĂ€sionen fĂŒhren können. Teilweise treten die Folgen erst Monate nach einem Unfall auf und sind auf Anhieb nicht mehr mit der Ursache zu verknĂŒpfen, da sie nicht in der gleichen Körperregion auftreten mĂŒssen, die – z.B. bei einem Sturz – augenscheinlich am meisten betroffen war. Dies kann man sich am Beispiel von Kopfschmerzen verdeutlichen: Sie können verschiedenste Ursachen haben – RĂŒckenschmerzen, FlĂŒssigkeitsmangel, Bluthochdruck etc. Der Kopf selbst spĂŒrt nur die Auswirkung.

OSTEOPATHIE GEHT BESCHWERDEN AUF DEN GRUND

Ein guter Osteopath geht den Beschwerden auf den Grund und kann durch eine genaue Untersuchung des Körpers die Ursache fĂŒr die reiterlichen Probleme herausfinden und diese behandeln. Dies ist um so wichtiger, da Pferde Ă€ußerst sensible Tiere sind, die jede Störung im KörpergefĂŒhl des Reiters wahrnehmen. Diese Verspannungen können sich dann vom Reiter auf das Pferd aber natĂŒrlich auch umgekehrt vom Pferd auf seinen Reiter ĂŒbertragen.

Notwendig ist hier eine osteopathische Behandlung von beiden. Daher empfehlen wir unseren Patienten nicht nur sich selbst, sondern auch fĂŒr ihren vierbeinigen Freund regelmĂ€ĂŸig einen Termin bei einem auf Pferde spezialisierten Therapeuten zu vereinbaren.

Eine Behandlung des Reiters ist aber nicht nur nach einem der oben genannten VorfÀlle sinnvoll, sondern kann insgesamt die Verbindung zwischen Pferd und Reiter positiv beeinflussen. In einer Studie fanden Charlotte Nevison und Matthew Timmis 2013 starke Hinweise, dass sich der Sitz des Reiters nach physiotherapeutischer Behandlung ihres Beckens im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ohne Behandlung stark verbesserte.

DER LISTENING TEST ZEIGT BEWEGUNGSEINSCHRÄNKUNGEN

Ein Reiter kann durch den sogenannten Listening Test selbst herausfinden, ob er unter BewegungseinschrÀnkungen leidet.

Er stellt sich entspannt und gerade auf einen festen Untergrund. Die FĂŒĂŸe sind eng nebeneinander. Eine andere Person legt ihm Hand leicht auf den Kopf. Nun schließt der Reiter die Augen. Kippt der Körper des Reiters dabei nach vorne, lĂ€ĂŸt das auf ein Problem auf der Vorderseite schließen, schwankt er nach hinten liegt ein Problem auf der KörperrĂŒckseite vor. Sind diese Bewegungen stark ausgeprĂ€gt, raten wir zum Besuch bei einem guten Osteopathen, welcher Muskelverspannungen, Blockaden und BewegungseinschrĂ€nkungen lösen kann.

Das Team von SOKAI Osteopathie Frankfurt freut sich auf Ihren Kontakt.


Quellen:

Nevison, Charlotte & Timmis, Matthew (2013). The effect of physiotherapy intervention to the pelvic region of experienced riders on seated postural stability and the symmetry of pressure distribution to the saddle: A preliminary study. Journal of Veterinary Behavior: Clinical Applications and Research. 8. 261–264. 10.1016/j.jveb.2013.01.005.

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